Sicherheitstipps für Kinder

 

Sicherheit für Kinder

Kinder sind die wohl schutzbedürftigsten und schützenswertesten Mitglieder der Gesellschaft. Besonders Kinder in jungem Alter sind noch nicht in der Lage, gefährliche Situationen zu erkennen. So liegt es in der vollen Verantwortung aller Erwachsenen, für Schutz und Sicherheit der Kinder zu sorgen.

Das Thema „Sicherheit für Kinder“ ist überaus weitläufig und verändert sich mit dem Alter des Kindes. So wird bei Sicherheitsvorkehrungen im Säuglingsalter die Wahl des richtigen Kindersitzes, das Verwenden von Spielzeug ohne verschluckbarer Kleinteile im Vordergrund stehen. Beginnt das Kind mobil zu werden, stehen mechanische Sicherungen im Vordergrund: Steckdosen-, Laden- und Fenstersicherungen sollten angebracht werden, um Verletzungen oder schweren Unfällen vorzubeugen. Als guter Tipp empfiehlt es sich für Erwachsene das Haus oder die Wohnung genau mit den Augen eines Kindes zu inspizieren, um so herauszufinden, wo sich gefährliche Stellen befinden. Es sollen Absturzsicherungen angebracht oder Möbel umgestellt werden, so dass der Nachwuchs nicht einfach irgendwo hoch hinaufklettern kann.

Im Kindergartenalter wird es Zeit damit zu beginnen, die Kinder auf die Gefahren des Straßenverkehrs vorzubereiten. Weiters geht es nun daran, geeignete Helme für Rad-, Roll- oder Wintersportarten anzuschaffen und zu verwenden. An dieser Stelle gleich ein Appell an die Eltern und Bezugspersonen der Kinder: Der schönste Fahrrad- oder Schihelm wird von Ihrem Kind nicht gern getragen werden, wenn die Eltern nicht ebenfalls mit einem Helm vorsorgen. Die Vorbildwirkung ist hier enorm wichtig und kann hier Diskussionen mit Ihrem Nachwuchs vorbeugen – ganz abgesehen davon, dass Sie sich damit auch selbst schützen!

Im Schulalter angelangt verfolgen die meisten Eltern das Ziel, ihr Kind nun endgültig auf den Straßenverkehr vorzubereiten, die Kleinen zu sensibilisieren und ihnen richtiges Verhalten beizubringen. Die Kinder fangen nun schön langsam an, selbst auf ihre Sicherheit zu achten, sie lernen, Gefahren einzuschätzen und ihnen zu begegnen.

Beginnen die Kinder alleine den Schulweg zu bestreiten, stellen sich ganz neue Risken, Probleme und Gefährdungen ein. Nahezu jeder Elternteil denkt daran, seinen Sprössling vor den Gefahren des Straßenverkehrs zu warnen. Mögliche andere Risken werden oftmals nicht ausreichend bedacht.


Um Ihrem Kind einen wirklich sicheren Weg in die Schule, zu Freunden oder Verwandten zu ermöglichen, sollten Sie folgendes mit ihm besprechen:

  • Wie muss ich mich verhalten, wenn ich in eine unvorhergesehene Situation komme?

Wichtig ist grundsätzlich immer, dass mit dem Kind der Schulweg oder der Weg zu Freunden/Verwandten genau besprochen ist. Das Kind soll immer denselben Weg verwenden, so haben die Eltern die Möglichkeit, das Kind am Weg zu finden, ihm entgegenzugehen und ähnliches.

Auch in ungeplanten Situationen (z.B.: das Kind hat sich den Fuß verstaucht oder anders leicht verletzt und kann deswegen nur langsamer gehen) sollte stets dieser vereinbarte Weg eingehalten werden, auch wenn es vielleicht nicht der kürzeste Weg ist.


  • Was mache ich, wenn ich das Gefühl habe, verfolgt oder beobachtet zu werden?

Hier empfiehlt es sich, im Vorhinein mit dem Kind einen sogenannten „Fluchtwegplan“ zu machen. Die Eltern besprechen mit ihrem Kind, wo es sich am Schulweg gut Hilfe holen kann, wo sich in der Regel zur der Zeit, wo das Kind unterwegs ist, Erwachsene befinden. Dies können Geschäfte, Tankstellen, Arztpraxen, Banken, Kinderbetreuungseinrichtungen etc. sein. Wenn Sie diese Stationen mit ihrem Kind durchgegangen sind, so wird es keine Hemmungen haben, dort um Hilfe zu bitten.


  • Wie bitte ich richtig um Hilfe, so dass ich auch ernst genommen werde?

Erklären Sie Ihrem Kind, dass es sein Ersuchen, seine Aufforderung um Hilfe, klar und deutlich formuliert, wie in etwa: „Guten Tag, ich brauche dringend Hilfe. Bitte rufen Sie meine Mutter/Vater an, sie soll mich von hier abholen.“ Kleinere Kinder sollten auf jeden Fall einen Notfallzettel mit den Telefonnummern der Eltern oder sogar mit einem vorgefertigten Text bei sich haben, so dass dieser nur mehr vorgezeigt werden muss. Denn in der Stresssituation kann es schwierig sein, sich an Telefonnummern zu erinnern oder die richtigen Worte zu finden.

  • Kinder laufen gerne zum Telefon wenn es klingelt und heben ab. Wenn eine Person obszöne Sätze ins Telefon spricht oder stöhnt, so sagen sie ihrem Kind, dass es gleich auflegen soll. Ist es alleine zu Hause, so soll es gleich die Mama, den Papa, oder die Großeltern anrufen. Somit bekommt das Kind Hilfe durch eine vertraute Person und gleichzeitig ist die Leitung für den obszönen Anrufer besetzt.

Durchaus empfehlenswert ist die Teilnahme von Kindern an speziellen Kinder- oder Mutter-Kind-Selbstverteidigungskursen, in denen unter anderem diese Inhalte mit den Kleinen und Kleinsten besprochen und geübt werden.

Auch der Verein Nachbarschaftshilfe Sicherheit bietet solche Kurse und Vorträge für Eltern an und hilft so aktiv mit, für die Sicherheit der Kinder Sorge zu tragen.

Für uns alle ist das Wohl unserer Kinder wahrscheinlich das Wichtigste überhaupt. Daher gilt es, sich ernsthaft mit dieser Thematik und unseren Kindern auseinanderzusetzen.





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